UBS plus BANKVEREIN gleich neue UBS -- Zweite Befragungswelle Februar 1998

Ausgangslage und Zielsetzungen

Unser Institut erforscht die neue "Mega-Fusion" in der Bankbranche aus wissenschaftlicher Sicht, objektiv und neutral. Die erste Befragungswelle begann kurz nach der öffentlichen Ankündigung der Fusion anfangs Dezember 1997. Diese Umfrage vermittelt eine Momentaufnahme aus der Zeit von ein bis zwei Wochen nach der Bekanntgabe der Fusionsabsicht. Die Studie gibt einen Einblick in die unmittelbaren, kurzfristigen Auswirkungen und die ersten, teilweise emotional gefärbten Reaktionen auf die spektakuläre Fusion.

In der zweiten Befragungswelle, rund zwei Monate nach der ersten, wollten wir überprüfen, ob und wie sich die in der Zwischenzeit erfolgte, sehr intensive und auch kontroverse Medienberichterstattung auf Einstellungen, Meinungen und Verhaltensabsichten in der Bevölkerung, und insbesondere auch die Bereitschaft zum Wechsel der Bankbeziehung, ausgewirkt hatte. Konkret wurden UBS- und SBV-Kunden nach tatsächlich erfolgter Kontoeröffnung bei einer anderen Bank bzw. bei der Post (Postkonto) als Folge der Fusion gefragt. Dazu wurden einige ausgewählte Fragen aus der ersten Befragungswelle im Sinne einer Längsschnitt- oder Trendanalyse übernommen und wiederholt. Von Interesse ist hier besonders der Vergleich der Resultate der ersten mit jenen der zweiten Befragungswelle.

Zusätzlich bot sich die Gelegenheit einige frühere, bei der Novartis-Fusion erstmals gestellte Fragen über die Bekanntheit des Begriffs "Shareholder Value" und über die Beurteilung dieses Konzeptes zu wiederholen.

Nachdem sich der Überraschungseffekt und das Erstaunen über die Neuigkeit nach den ersten Sensationsmeldungen etwas gelegt hatte, wurde das Interesse in der Bevölkerung an der Grossbankenfusion im Vorfeld der beiden entscheidenden Generalversammlungen erneut angefacht. Unsere Umfrage begann eine Woche nach den beiden "historischen" Aktionärsversammlungen von Bankgesellschaft und Bankverein im Hallenstadion Zürich bzw. in der St. Jakobshalle in Basel vom 3. bzw. 4. Februar 1998. Diese ausserordentlichen Generalversammlungen hatten, wie die Medien eingehend berichteten, trotz kritischer Meinungsäusserungen einzelner Aktionäre, schliesslich mit überwältigender Mehrheit der Neugründung von UBS und der Auflösung der bisherigen Gesellschaften zugestimmt.

 


Studienbeschrieb

1. Studientyp

Omnibus-Umfrage, Multi-Client Studie


2. Durchführung der Umfrage

Die Umfrage wurde eine Woche nach den beiden Generalversammlung der Aktionäre von UBS und Bankverein begonnen und vor Ende Februar 1998 abgeschlossen.


3. Grundgesamtheit

Wohnbevölkerung der deutschen und französischen Schweiz, Männer und Frauen, 18-74 Jahre.


4. Auswahlverfahren

Systematisches Random Sample aus dem Elektronischen Teilnehmerverzeichnis ETV der Swisscom; repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt. Die Stichprobengrösse beträgt rund 700, die statistische Fehlerspanne (Standardabweichung) für die Gesamtstichprobe beträgt höchstens +/- 3,8 % bei 95 % Signifkanzniveau.


5. Struktur der Stichprobe

Die Resultate des Telefon-Omnibus sind analog der effektiven Bevölkerungsverteilung gewichtet und entsprechen somit der genauen Bevölkerungsstruktur.


6. Befragungsmethode

Computergestützte Telefoninterviews (CATI); Repräsentativbefragung im Rahmen des WI.SO-Telefon-Omnibus.


7. Fragebogen und Fragen

Vollstrukturierte und -standardisierter Fragebogen mit total 17 Fragen/Unterfragen plus Statistik

a) Ungestützter und ungestützter Bekanntheitsgrad der Fusion und der beteiligten Banken ?

b) Information durch Firmen über Fusion genügend ?

c) Vermutete Zukunftschancen und Entwicklungsaussichten der neuen UBS ?

d) Absicht und tatsächliches Verhalten von UBS- bzw. Bankverein-Kunden nach der Fusion zu einer anderen Bank abzuwandern ? Begründung ?

e) Ankündigung bezüglich Stellenabbau durch Fusion vertrauenswürdig ?

f) Ist die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung durch die neue UBS genügend ?

g) Buchgewinne der Aktionäre als Folge der Fusion in Ordnung oder nicht ?

h) Grossfusion UBS-Bankverein für die Schweiz als Ganzes mehr von Nutzen oder mehr Schaden ?

i) Generelle Einstellung gegenüber Grossfusionen im allgemeinen: Im längerfristigen Interesse der Arbeitnehmer ? Einzig die Aktienbesitzer profitieren ? Fusion nützt längerfristig der Schweizerischen Wirtschaft als Ganzes ? Soziale Auswirkungen sollten stärker berücksichtigt werden ? Fusion wichtig für Behauptung im weltweiten Konkurrenzkampf ? Entstehung eines schwerfälligen, schwer führbaren Riesenunternehmens ?

k) Bekanntheit des Fachausdruck "Shareholder Value" ? Beurteilung und Bewerung des Shareholder Value-Konzepts vs. Stakeholder-Ansatz ?

l) Statistik (Alter, Geschlecht, Schulabschluss, Wohnort, gegenwärtige Bankverbindung; bei Erwerbstätigen Beruf/Stellung im Beruf, Branche in der tätig)


8. Zeitpunkt der Befragung

12. bis 25. Februar 1998


9. Auswertung/Preise

Die Umfrage ist abgeschlossen. Die vollständige Studie mit Ergebnissen in Form von Computertabellen und einem methodischen Kurzbericht (Studienbeschrieb) steht ab sofort zur Verfügung und kann bezogen werden. Die Tabellen enthalten Breaks nach soziodemografischen Merkmalen, Wirtschaftsregionen, Agglomerationen Zürich und Basel sowie gegenwärtiger Bankverbindung (Hauptbank). Im Basispreis ist auf Wunsch ein Datenfile auf Diskette für Sekundäranalysen inbegriffen. Option: Auf Wunsch gegen Verrechnung zusätzlich Grafiken, ausführlicher Forschungsbericht mit Kommentar, Interpretation und Management Summary .

Preis:

Je nach Anzahl gewünschter Fragen. Verlangen Sie eine individuelle Offerte per E-Mail oder Fax. Es können nach Wahl alle oder einzelne Fragen bezogen werden. Der Pauschalpreis beträgt:

- pro einzelne geschlossene Frage: Fr. 1'500.-

- pro einzelne offene Frage Fr. 2'000.-

Für die ganze Studie mit allen Fragen gilt ein günstigerer Package-Preis (auf Anfrage).


10. Andere Repräsentativbefragungen über Grossfusionen

Eine ähnliche Studie mit drei Befragungswellen über die Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz zu Novartis führten wir im März und April 1996 und im Januar 1997 durch, eine weitere mit einer Befragungswelle über die Fusion von Credit Suisse und Winterthur Versicherung im August 1997.


Publikationen aus den Arbeitsgebieten und Forschungstätigkeiten von WI.SO: siehe Verzeichnis.

 

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